Unterwegs in früheren Jahrhunderten
Autos und Fahrzeuge

Unterwegs in früheren Jahrhunderten

Die antiken Römer waren geniale Ingenieure und beeindrucken auch heute noch durch ihre Bauwerke und ihren Erfindungsreichtum. Berühmt sind auch die Straßen, die sie überall in ihrem weitläufigen Reich bauten, um so einen möglichst raschen Informationsfluss zu gewährleisten. Die Fahrzeuge damals besaßen ebenfalls schon Pferdestärken, allerdings war dies wörtlich zu nehmen, denn die Wagen früherer Jahrhunderte wurde noch von Pferden gezogen.

Auf Schusters Rappen

Die Menschen hatten zu jeder Zeit das Bedürfnis, die Welt zu erkunden und auch wenn die wenigsten sich zu Entdeckern neuer Welten aufschwangen, so boten die gefederten Reisewagen der Römer den Menschen bereits in der Antike ein verhältnismäßig komfortables Mittel der Fortbewegung. Doch mit dem Niedergang des Römischen Reiches ging auch das Wissen dieser Technik für mehrere Jahrhunderte verloren und die Art, wie die Menschen reisten, veränderte sich.

Anstatt im Inneren eines Gefährts vor Wind und Wetter geschützt, waren sie zu Fuß oder auf dem Rücken von Pferden und anderen Lasttieren unterwegs. Dies war nicht nur deutlich unbequemer und langsamer, sondern barg auch die Gefahr, dass man von einem Unwetter überrascht wurde und sich verkühlte. Heute sind Erkältungen dank moderner Medizin meist nicht mehr als ein Ärgernis, das man rasch wieder los ist, wenn man sich ein paar Tage lang ausruht. Doch in früheren Jahrhunderten stellte eine Viruserkrankung häufig eine große Herausforderung für das Immunsystem der Menschen dar.

Doch selbst wer trocken und gesund sein Ziel erreichte, konnte auf Reisen das Unglück haben, von Banditen ausgeraubt zu werden. Im schlimmsten Fall endete dies mit der Ermordung der oder des Reisenden.

Kutschen in der Neuzeit

Im 15. Jahrhundert wurde die Federung neu entdeckt und genutzt. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Fahrzeuge, die nun als Kutschen bezeichnet wurden, stetig weiterentwickelt. Waren zuvor Pferde ein Statussymbol, mit dem die Wohlhabenden ihren Reichtum zur Schau stellten, so verschob sich dieser Fokus nun auf die Kutschen. Es eröffneten sich zahlreiche Möglichkeiten, denn die Kutsche konnte nicht nur von edlen Pferden gezogen werden, sondern auch in der Ausstattung sehr teuer sein. Ein weiteres Mittel, um seinen Reichtum zur Schau zu stellen, waren zahlreiche Bedienstete, wie Kutscher und Lakaien, die für das Wohlergehen der Reisende sowie der Pferde verantwortlich waren.

Postkutschen

Doch Kutschen dienten nicht nur der Inszenierung der Reichen, sie waren auch für die restliche Bevölkerung von großem Nutzen. Dies hing unter anderem damit zusammen, dass die Verbreitung von Postwesen und Postkutsche den Beginn des öffentlichen Transports einläutete. Der Hauptzweck von Postkutschen war die Beförderung von Postsendungen. Doch in einer Zeit, in der sich nur wenige Reiche eine Kutsche leisten konnten, wurde das Potential der Postkutschen für den Personentransport rasch erkannt. Wollten die Menschen in die nächstgrößere Stadt oder zu Besuch zu Familie oder Freunden fahren, stiegen sie mit der gleichen Selbstverständlichkeit in eine Postkutsche, mit der wir heute S-Bahn und Bus nutzen. Postkutschen waren bis ins frühe 20. Jahrhundert im Einsatz.

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